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Magen-Darm-Ärzte setzen auf Kontinuität der erfolgreichen Verbandsarbeit

(21.06.2021) Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Thomas Gebhart, hat anlässlich der Jahrestagung der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte die wichtige Bedeutung der Facharztpraxen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung unterstrichen. Das habe sich gerade in Zeiten der Corona-Pandemie eindrücklich bestätigt. Er betonte, dass die Politik auch bei der Fortentwicklung der Strukturen im Gesundheitswesen weiterhin an der Maxime "ambulant vor stationär" festhalten werde.

"Wir freuen uns, dass die Politik den Beitrag der Magen-Darm-Ärzte zur Betreuung der Menschen mit akuten und chronischen Erkrankungen des Verdauungssystems sowie bei der Darmkrebsprävention sieht und würdigt", erklärt der im Rahmen der Tagung mit großer Mehrheit im Amt bestätigte Verbandsvorsitzende Dr. Albert Beyer. Zugleich weist er aber auch darauf hin, dass strukturelle Anpassungen im Gesundheitswesen nicht nur unter Corona-Bedingungen immer wieder zu Verwerfungen führen, die nicht selten zu Lasten der niedergelassenen Ärzte gehen. "Verbesserungen der Versorgung bringen Kosten mit sich, die gegenfinanziert werden müssen", so Dr. Beyer.

So sind beispielsweise die Anforderungen an die Hygiene im Bereich der endoskopischen Untersuchungen in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich hochgeschraubt worden, ohne dass dafür bisher eine angemessene Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfolgt. Auch die steigenden Personalkosten, die durch Tarifbindung und den politischen Druck im Pflegesektor bis in die ambulante Versorgung hineingetragen werden, erfahren bislang nur im stationären Sektor eine Kompensierung. Die leistungsgerechte Honorierung der hochqualifizierten und in Corona-Zeiten extrem geforderten medizinischen Fachangestellten in den Praxen bleibt hier unberücksichtigt.

"Wir wollen unseren Mitgliedern eine qualitativ hochwertige Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten ermöglichen. Zudem müssen die Rahmenbedingungen insbesondere für junge Medizinerinnen und Mediziner stimmen. Die Nachwuchsgewinnung ist entscheidend für unsere Zukunft. Als Berufsverband engagieren wir uns dafür", sagt die neu gewählte Verbandssprecherin, PD Dr. Katja Klugewitz aus Brandenburg und ergänzt: "Dazu müssen wir die Politik auf Defizite hinweisen und in die Pflicht nehmen."