Zeiten des Umbruchs

Magen-Darm-Ärzte suchen Wege, die Zukunft zu gestalten

(21.09.2026) In Zeiten des Umbruchs, in denen Weichen neu gestellt werden, aber die konkreten Konsequenzen noch nicht geklärt sind, sind die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte im Rahmen des Jahreskongresses ihrer wissenschaftlichen Fachgesellschaft (DGVS) zusammengekommen, um zu beraten, wie die Patientenversorgung unter den veränderten Rahmenbedingungen gestaltet werden kann.

„Das GKV-Spargesetz der Bundesregierung hat zu Verunsicherung unter den niedergelassenen Fachärzten geführt“, sagt Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband bng. „Wir werden Einbußen hinnehmen müssen und sollen gleichzeitig zusätzlich neue Aufgaben übernehmen.“ Sorge bereitet vor allem die künftige Budgetierung der Vorsorge-Darmspiegelungen und der ambulanten operativen Eingriffe. Auch bei der Vermittlung von Terminen über die Terminservicestellen wird es Einschnitte geben.

„Aktuell wissen wir nicht, wie die vorgesehenen Fallzahlbegrenzungen in den verschiedenen Regionen der kassenärztlichen Versorgung umgesetzt werden“, bedauert der Verbandsvorsitzende. „Wir wissen nicht, wie wir den Widerspruch zwischen der steigenden Nachfrage in der Darmkrebsprävention und der avisierten Begrenzung der Anzahl der erbrachten Vorsorgeuntersuchungen auflösen können. Dasselbe gilt für den Widerspruch zwischen der Forderung, mehr Eingriffe ambulant anzubieten, und der gleichzeitigen Vorgabe das Angebot nicht auszuweiten.“

Vor diesem Hintergrund appelliert der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) an alle verantwortlichen Institutionen, schnell für Klarheit bei den neuen Rahmenbedingungen zu sorgen, damit die Praxen Planungssicherheit für die kommenden Jahre haben.