Eine nachhaltige Reform im Gesundheitswesen muss darum bemüht sein, Gesundheit, Chancengleichheit und Lebensqualität zu stärken und gleichzeitig Krankheitslast, Versorgungsbedarf und Kosten zu senken. Was den Darmkrebs betrifft, so zeigt das seit mehr als 20 Jahre laufende Screening-Programm der gesetzlichen Krankenkassen beispielgebend, wie Nachhaltigkeit erfolgreich gestaltet werden kann.
„Der Erfolg nachhaltig gesenkter Erkrankungs- und Sterberaten ist einzig und allein einer qualitativ hochwertigen Prävention und Früherkennung zu verdanken“, betont Dr. Tappe. „Das macht nicht zuletzt der aktuelle Bericht der für das Monitoring zuständigen Gesundheitsforen Leipzig zur Darmkrebsfrüherkennung 2026 deutlich: Im Untersuchungszeitraum von 2021 bis 2024 konnte bei nahezu fünf von Tausend symptomfreien Männern und drei von Tausend symptomfreien Frauen ein Darmkrebs diagnostiziert werden.“
Statt bei Beschränkungen bei der Darmkrebsprävention benötigen wir ganz im Gegenteil zusätzliche Vorsorgeprogramme, um für Herausforderungen, die in absehbarer Zukunft auf uns zukommen, gewappnet zu sein. Das gilt insbesondere beispielsweise für die Fettleber. die weltweit auf dem Vormarsch ist. „Nachhaltige Gesundheitsversorgung verträgt sich nicht mit hilflosen Sparorgien“, so Dr. Tappe. „Wir müssen die Chancen der Vorsorgemedizin nutzen und dürfen ihre Erfolge nicht in Frage stellen!"