CED-Versorgungsassistenz

Bundesweit anerkannte Fortbildung für medizinisches Fachpersonal

(22.01.2018) Die Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED), namentlich Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, ist in Bewegung. Neue Medikamente mit nachhaltiger Wirkung, aber teils auch ungünstigen Nebenwirkungen verändern die Versorgungssituation. Das medizinische Fachpersonal des Magen-Darm-Arztes muss sich darauf im Umgang mit den Patienten einstellen können und bedarf einer entsprechenden Qualifikation.

Die Bundesärztekammer hat deshalb Ende vergangenen Jahres eine Spezialisierungsqualifikation anerkannt, dass die vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng), dem Kompetenznetz Darmerkrankungen, der Fachgesellschaft für Verdauungskrankheiten (DGVS) und der Fachgesellschaft für Assistenzpersonal bei CED (FA-CED) gemeinsam mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe auf den Weg gebracht worden ist.

"Der Magen-Darm-Arzt ist auf die qualifizierte Unterstützung durch sein nichtärztliches Fachpersonal angewiesen, um seine oft unter starkem Leidensdruck stehenden CED-Patienten angemessen zu versorgen können", betont der bng-CED-Experte und Vorsitzende des Kompetenznetzes, PD Dr. Bernd Bokemeyer. "Bisher haben wir die 120 Unterrichtseinheiten umfassende Fortbildung vier Mal mit großem Erfolg durchgeführt. Die hoch motivierten Teilnehmerinnen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und der Schweiz. Sie waren von dem Oualifizierungsangebot begeistert."

Für chronisch Erkrankte ist es nicht immer leicht, eine qualifizierte Versorgung zu finden. Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte stellt der latenten Unterversorgung der CED-Patienten ein transparentes ambulantes Angebot entgegen. Die Auszeichnung und die öffentliche Präsentation einer zertifizierten "CED-Schwerpunktpraxis im bng" erleichtert es Patienten, wohnortnah einen Magen-Darm-Arzt zu finden, der sie in kritischen Phasen der Krankheit kompetent betreut.